Das im Frühjahr 2020 abgerissene Hotel-Restaurant Cäcilienhöhe am Goldbergweg auf der Muffendorfer Höhe bot einen herrlichen Blick auf das Rheintal.

Chronik[1]

Die Geschichte der Gaststätte reicht bis ins Jahr 1870 zurück. Erster Gastwirt war damals Johann Monschau aus Muffendorf. Zunächst war das Gasthaus nur in den Sommermonaten geöffnet. Vielen Vereinen diente die Cäcilienhöhe damals als Vereinslokal. Auf den ersten Wirt folgte sein Schwiegersohn Ernst Römer. Er ließ im Jahr 1905 nach Westen hin anbauen. Nachdem Römer im Jahr 1924 gestorben war, fand sich lange Zeit kein Käufer - bis Emma Bruns das Gasthaus im Jahr 1935 erwarb. Sie ließ die Cäcilienhöhe im Jahr 1937 umbauen und erweitern. Der ursprüngliche Altbau, ein Fachwerkhaus, wurde dabei vollständig abgerissen.

Als Bonn Bundeshauptstadt war, entwickelte sich die Cäcilienhütte zum Anlaufpunkt vieler Spitzenpolitiker. Konrad Adenauer etwa habe dort besonders die „Tortellini a la Crema“ und die frischen Mittelmeerfische des damaligen Küchenchefs Ernesto Murro geschätzt.

Auf Murro folgte Armando aus Livorno, bis Bruno Pieri im Jahr 1982 das Hotel-Restaurant übernahm und die Ära „Da Bruno“ begann. Zu seiner Zeit tagte auf der Cäcilienhöhe häufig die aus Helmut Kohl, Eduard Ackermann und anderen bestehende „Pasta Connection“. Nachdem der Wirt Bruno Pierini im Jahr 1997 plötzlich verstorben war, gelang es seiner Frau Flora nicht, die Erfolgsgeschichte fortzusetzen. Deshalb musste sie 1999 Insolvenz anmelden. Bernd und Astrid Ewert versuchten in den Jahren von 2001 bis 2004, das Traditionshaus wieder zu beleben. 2004 wurde es von Volker Held-Kerp und Dirk Twisterling übernommen. Von 2011 an stand die Cäcilienhöhe leer.

Die Lubig Immobilien Verwaltung in Sankt Augustin als Eigentümerin hat das Gebäude im Frühjahr 2020 abreißen lassen, um an seiner Stelle Mietwohnungen zu bauen.

Weblinks und Quellen