Kautex-Werke Holzlar
Im Jahr 1935 gründete Reinold Hagen die Kautex-Werke in Holzlar (zuerst Galvanische Werkstätten) zur Verarbeitung von Kunststoff, später insbesondere Hohlformen (Kfz-Tanks) und Maschinen zu deren Herstellung; Nachfolger sind Kautex Textron und Kautex Maschinenbau.


Firmengründer Hagen betrieb zunächst in Siegburg ein Metall- und Galvanisierwerk an der Siegburger Wilhelmstraße, das seinerzeit keine räumlichen Reserven mehr bot.
Die Bonner Firma Kautex Maschinenbau GmbH ist heute in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Extrusionsblasformanlagen tätig.
Die benachbarte „Dr. Reinold Hagen Stiftung“ betreibt eine überbetriebliche Ausbildungseinrichtung.
Firmenübernahme
Während in 2018 die Zahl der Beschäftigten in Bonn noch bei 530 Beschäftigten lag, wurden Anfang Januar 2024 noch etwa 130 Beschäftigte von dem neuen Eigentümer übernommen; seither gehört das Traditionsunternehmen zur deutschen Tochtergesellschaft des chinesischen Maschinenbauers Jwell.
- vgl. dazu: General-Anzeiger Bonn vom 9:1.2024
Geschichte
An der heutigen Kautexstraße wurden in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg keramische Erzeugnisse hergestellt, besonders Blumentöpfe, so dass im Volksmund von „de Pöttchens-Fabrik“ die Rede war. Sie wurden aus dem Ton, der u.a. in den Gruben am Ortsrand von Bechlinghoven abgebaut wurde, hergestellt. Eines dieser Tonlöcher befindet sich etwa neben dem Gebäude der heutigen Jugendfarm. In den Jahren vor 1928 ist die Firma „Tonwaren Otto Lohfing“ als Eigentümer belegt, in 1928 die „Keramische Fabrik Klee GmbH“.
- vgl. dazu: bechlinghoven.com/tonloecher