Bonner Loch
Wo sich einst das „Bonner Loch“ befand, wurde mit dem Projekt "Urban Soul" der Eingangsbereich zur Bonner Innenstadt neu interpretiert, wobei an der Stelle der ehemaligen „Südüberbauung“ im Jahr 2019 zusätzlich das benachbarte Maximiliancenter entstand.
Ende der 1960er-Jahre war noch der Großteil der Bebauung gegenüber dem Bonner Hauptbahnhof erhalten. Diese Häuser an der Bahnhofstraße (heute: Am Hauptbahnhof) wurden im Zuge des Baus der U-Bahn abgerissen. Ein großer Teil der geräumten Fläche wurde später als Parkplatz genutzt. Der kleinere westliche Teil (das „Bonner Loch“) diente als unterirdischer Zugang zum Bahnhof und zur Stadtbahnhaltestelle. Über Treppenstufen wurde wieder die Poststraße erreicht.
Im Zuge des Stadtbahnumbaus in den 1970-er Jahren war nicht nur die Altbausubstanz vor dem Bonner Hauptbahnhof zerstört worden. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich hier eine regelrechte Problemzone. Im Jahr 1992 wurde auf dem Gelände eine gemeinsame Wache von Polizei und dem Ordnungsamt der Stadt Bonn, genannt „GABI“ (Gemeinsame Anlaufstelle Bonn-Innenstadt) eingerichtet.
Das hatte nach der Fertigstellung im Bundesgartenschau-Sommer 1979 noch anders ausgesehen. Damals bevölkerten nicht nur Blumenmädchen sondern auch Bonner Bürgerinnen und Bürger die Stufen des Lochs direkt gegenüber dem Bonner Hauptbahnhof. Wo bis in die 1960-er Jahre historistische Bauten der "Gründerzeit" gestanden hatten, erstreckte sich lange Zeit ein terrassierter Platz.
Baukultur Bonn
Ein Architekturführer der Werkstatt Baukultur Bonn bietet Gelegenheit, mehr über die Idee und das Konzept des Bahnhofsvorplatzes aus den 1970-er Jahren zu erfahren.
- Philipp F. Huntscha, Bahnhofsvorplatz, Architekturführer der Werkstatt Baukultur, Band 7, Bonn 2017
- vgl. dazu auch: ga.de vom 20. Februar 2017