Spielwarenhaus „Puppenkönig“ Bonn

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Das Spielwarenhaus „Puppenkönig“ wurde 1873 in Köln gegründet; für Ende 2019 ist die Schließung geplant. Bei seiner Eröffnung war er das größtes Kinderspielzeug-Geschäft der Domstadt. 1913 wurde die Filiale an der Straße Am Hof in Bonn eröffnet. Nach dem Umzug an den Münsterplatz weitete der Puppenkönig sein Sortiment stark aus. In der Filiale am Münsterplatz wurde auch die erste Weihnachtseisenbahn aufgebaut; damit wurde eine Tradition gegründet, die bis heute gepflegt wird. 1934 zog das Geschäft an die Gangolfstraße um.[1]


Anschrift

Gangolfstraße 8-10

53111 Bonn

Chronik

1873: P. H. Virnich gründet in Köln das „Spielwaaren-Haus Puppenkönig“.

1913: Der Kölner „Puppenkönig“ eröffnet eine Filiale in Bonn – zunächst Am Hof, später am Münsterplatz 10.

Dezember 1914: Carl Clemens Inhaber des Puppenkönigs.

Dezember 1924: Alfred Fritz Westenhöfer, Vater des heutigen Inhabers, wird Buchhalter beim Puppenkönig.

1930: Der Puppenkönig zieht in die Bahnhofstraße 34 um.

1934: Der Puppenkönig zieht in die Gangolfstraße 4 um.

1936: Nachdem Carl Clemens verstorben ist, führt seine Witwe Paula das Geschäft gemeinsam mit Alfred Fritz Westenhöfer weiter.

1947: Der Puppenkönig zieht an seinen heutigen Standort an der Gangolfstraße 8-10 um.

1967: Alfred Fritz Westenhöfer wird Alleininhaber des Puppenkönigs.

1985: Nach Westenhöfers Tod führen seine Tochter Margit und sein Sohn Alfred Philipp das Geschäft weiter.

2011: Margit Orlopp-Westenhöfer scheidet aus der Gesellschaft aus und mit Stephanie Westenhöfer als Teilhaberin tritt die dritte Generation ein.

Nachdem der Puppenkönig 2013 sein 100-jähries Bestehen gefeiert hatte und nachdem die Mitarbeiter vor Weihnachten 2018 zum 93. Mal die große Schaufenster-Eisenbahn aufgebaut hatten, erfuhren sie am 8. Januar 2019, dass das Ende des Puppenkönigs bevorsteht: Voraussichtlich im November 2019 werde er schließen und das 1910 errichtete repräsentative Gebäude an der Gangolfstraße mit sechs Etagen und Rundbögen im Erdgeschoss räumen. Inhaber Alfred Westenhöfer und Mechthild hatte bei der Feier des 100-jährigen Bestehens fünf Jahre zuvor – 30 Mitarbeiter zählte der Puppenkönig zu dieser Zeit – noch angekündigt, dass ihre Tochter in den Startlöchern stehe, um das Spielwarengeschäft in der dritten Generation fortzuführen. Westenhöfer klagt bei der Jubelfeier aber auch über die Auswirkungen des zunehmenden Internethandels und der großen Spielwarendiscounter auf den Puppenkönig. Sie machten es Fachgeschäften immer schwerer, mm Markt zu bestehen. Immerhin: Die eigene Immobilie in zentraler Lage sei ein Vorteil. Im Zweiten Weltkrieg blieb das Haus an der Gangolfstraße von Bombenschäden weitgehend verschont.[2]

Mediografie

Weblink

http://www.puppenkoenig.de